16.03.2026
Stimmungsvolle Preisverleihung im Kana-Haus
Schaeflerpreis ehrt junge Künstler in Eschau für ihre fantasievollen Malereien.
Stimmungsvolle Siegerehrung des Schaeflerpreises in Eschau, der „Kunstoase des Spessarts“: Acht Mädchen und fünf Jungen zwischen vier und elf Jahren konnten sich am Sonntagmittag im Kana-Haus über Beifall für ihre Bilder, jeweils einen Workshop des Kunstnetzes und je einen Satz Aquarellmalkreiden freuen.
Mit solchen Kreiden hatten sie mit mehr als 600 weiteren Kindern im Herbst in einer der 36 Führungen ihre ganz spezielle Version eines der Bilder von „Wir und die Tiere“ in der Herbstausstellung mit Werken der Malerin Julia Belot in der Kochsmühle gemalt. Von der Jury waren die Bilder unter den 92 im Landratsamt gezeigten Exponaten für das Finale des Malwettbewerbs mit dem Namen des Expressionisten aus dem Spessart, Fritz Schaefler, ausgewählt worden.
Drei junge Künstler durften dann als die Sieger ihrer Altersklasse sogar noch eine hochwertige Grafik mit nach Hause nehmen, die Christoph Schaefler, der Enkel des Künstlers, vor 20 Jahren dem Landratsamt beim Start des Schaeflerpreises für die Siegerarbeiten zur Verfügung gestellt hatte: Matteo Luthardt von der Kita Sonnenhügel (AK I), Hannah Meissner von der Grundschule Bürgstadt (AK II) und Gyonyul Nazifova von der Dr.-Vits-Grundschule Erlenbach (AK III).
Im Saal des Kana-Hauses hatten die Kinder und ihre Eltern gespannt auf die Preisverleihung gewartet. Eschaus Bürgermeister Gerhard Rüth streifte die Biografie des namensgebenden Künstlers, der hier geboren worden war und seine ersten zehn Lebensjahre in Eschau verbrachte. Rüth sprach vom wachsenden internationalen Ansehen für Schaefler und zählte auf, wie die „Kunstoase im Spessart“ ihren großen Sohn seit einigen Jahren würdigt.
In Vertretung des Landrats hob Monika Wolf-Pleßmann kindgerecht die Kreativität der Mädchen und Jungen hervor, lobte die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Landratsamt und den Einsatz vieler Frauen und Männer seit nun 20 Jahren für das Projekt. Eine musikalische Abrundung boten zwei Trompetenspielerinnen der Musikschule Miltenberg, die elfjährige Rosalie Schindler und Irma Folger, zehn Jahre alt.
Auch das Engagement von Christoph Schaefler für den Malwettbewerb auf den Spuren seines Großvaters wurde gewürdigt. Dieser hatte schon beim Start 2006 verraten, dass die Bilder der Kinder und Jugendlichen bei ihm einen „Gänsehauteffekt“ ausgelöst hätten. Nach seinem Tod setzt seine Witwe diese großzügige Unterstützung nahtlos fort.